Hinter KLABAUTERMANN steht Oscar van Hoogevest, Sound Designer für Film in Zürich. Seit meinem Masterabschluss in Sounddesign an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) wurden meine Soundarbeiten auf Hunderten von Filmfestivals weltweit gezeigt und mit zahlreichen Preisen und Nominierungen ausgezeichnet – darunter eine Nominierung für den Schweizer Filmpreis in der Kategorie «Bester Ton».
Jede Filmton-Postproduktion gehe ich mit Kreativität, Selbstreflexion und grossem Respekt vor dem Material und seinen Autorinnen und Autoren an. Besonders fasziniert mich die im Film erschaffene Welt und die Möglichkeit, sie durch Sound Design mitzugestalten. Ein Werk gewinnt für mich dann an Wert, wenn es in mir einen inneren Prozess auslöst.

Künftige
Projekte
>> EROSION, Spielfilm
in der Postproduktion, 2026
Regie: Michael Koch
Funktion: Co-Sound Designer
>> CHOIR OF SISTERS, Dokumentarfilm
in der Postproduktion, 2026
Regie: Sophia Bösch
Funktion: Leitender Sounddesigner
Sound Design - Showreel

Sound Designs von
KLABAUTERMANN
SUNSETS DON'T MATTER
Regie: Alexandra Rüegg, Lasse Linder
Prod.: Dynamic Frame
Form: Dokumentarfilm
Premieren
TBD
Aufgabenbereich:
Supervision, Sound Design, Foleys
Ihr ganzes Leben lang ist die 74-jährige Bigmama immer nur vorwärtsgegangen. Sie hat versucht, sich an das Leben in den USA anzupassen, während sie gleichzeitig drei Töchter großzog – und hat dabei nie auf den Missbrauch zurückgeblickt, den sie als Teenager in Bangkok erlitten hat. Inzwischen ist sie im Ruhestand und lebt hinter zugezogenen Vorhängen im sonnendurchfluteten Florida. Während die Töchter versuchen, ihr intergenerationelles Trauma zu heilen, stellt die Familie fest, dass Bigmamas emotionale Unerreichbarkeit sie alle gerettet haben könnte. Zum Sound Design: Mir ist es bei allen Filmen wichtig, den emotionalen Kern des Originaltons beizubehalten. Die Stimmen sollten satt klingen, die Umgebung karg, aber nicht leer. Ein schönes Werk!
FROM INSIDE OUT
Regie: Wim Wenders
Prod.: Road Movies Filmprod.
Form: Dokumentarfilm
Aufgabenbereich:
Ton-Editor
Wim Wenders’ neuer Dokumentarfilm From Inside Out – Die Architektur von Peter Zumthor beleuchtet das Schaffen eines der einflussreichsten zeitgenössischen Architekten und Pritzker-Preisträgers Peter Zumthor. Zum Sound Design: Bei diesem Film war ich ausschliesslich für den Tonschnitt verantwortlich und weniger in die kreative Tongestaltung involviert. Besonders gefreut hat mich die Gelegenheit, für eine Szene an Werner Herzogs Stimme arbeiten zu dürfen!
ETERNITY
Regie: Susanne Regina Meures
Prod.: Kiosk International
Form: Experimentalfilm
Aufgabenbereich:
Co-Sound Designer
Um einer von Krieg und Klimakollaps geprägten Welt zu entkommen, begibt sich eine Gruppe von Freundinnen auf eine Reise auf der Suche nach etwas Realem und findet Momente hedonistischer Freiheit unter der brennenden Sonne. Doch während sie versuchen, der Realität zu entfliehen, holt die Vergangenheit sie ein. Vor der Kulisse eines schmelzenden Gletschers verbindet der Film die radikale Kunst der Performance-Künstlerin Florentina Holzinger, um die alles entscheidende Frage unserer Zeit zu untersuchen: Wie konnten wir auf einem sterbenden Planeten enden? Zum Sound Design: Das Sound Design musste brachial und mutig sein. Besonders spannend war die Arbeit an einem Film ganz ohne Dialog. Hier muss der Film durch seine Bilder und Klänge selbst sprechen.
THE EDUCATION OF JANE CUMMING
Regie: Sophie Heldmann
Prod.: Dschoint Ventschr
Form: Spielfilm
Aufgabenbereich:
Supervision, SFX & Backgrounds
Edinburgh 1810: Zwei Lehrerinnen geraten ins Zentrum eines Skandals, als eine ihrer Schülerinnen sie beschuldigt, eine Liebesaffäre zu haben. Ein Drama über Vorurteile, das Überleben und den Mut, für die Wahrheit einzustehen. Zum Sound Design: Die Tongestaltung sollte der historischen Epoche und der filigranen Erzählweise des Films gerecht werden. Eine schöne Herausforderung, bei der es besonders darauf ankam mit gezielt eingesetzten Klängen die richtige Wirkung zu erzielen.
HEAT
Regie: Jacqueline Zünd
Prod.: Lomotion
Form: Dokumentarfilm
Aufgabenbereich:
Sound Design inkl. Foleys
Nachdem sie in Don’t Let the Sun eine nahe Zukunft heraufbeschworen hat, in der der Klimawandel das Leben und die menschlichen Beziehungen auf den Kopf stellt, sucht Zünd nach derselben Dystopie in der realen Welt. Sie findet sie in den Golfstaaten: Dort können die Temperaturen über 50 °C steigen, und die Gesellschaft ist gespalten zwischen einigen wenigen Privilegierten, die sich schützen können, und Migrant·innen, die keine andere Wahl haben, als die Hitze zu ertragen, um zu überleben. Zum Sound Design: Eine schöne Zusammenarbeit mit der Regie, dem Editor und dem Komponisten. Bereits früh im Schnittprozess wurde mit Sound-Layouts gearbeitet. Ein besonders passender Workflow für einen experimentellen Dokumentarfilm wie diesen.
SAFE SPACES
Regie: Sarah Horst
Prod.: Milanfilm
Form: Dokumentarfilm
Aufgabenbereich:
Komplette Ton-Postproduktion
Safe Spaces erkundet das intime Leben dreier Frauen, die versuchen, wieder eine Verbindung zu ihrem Körper aufzubauen, von dem sie gegen ihren Willen entfremdet wurden. Sie heißen den Blick der Kamera willkommen, während sie sich selbst neu entdecken und in sinnlichen Experimenten Empfindungen – einschließlich Schmerz – erforschen, um zu sich selbst zu finden und dem Anderen zu begegnen. Zum Sound Design: Bei diesem Film ging es darum, durch Reduktion und den gezielten Einsatz von Foley-Geräuschen eine besondere Intimität im Ton zu schaffen. Oft waren es gerade die kleinen, unmittelbaren Klänge, die den Szenen ihre Nähe verliehen.
TRISTAN
FOREVER
Regie: Tobias Nölle
Prod.: Hugofilm
Form: Dokumentarfilm
Aufgabenbereich:
Sound Design inkl. Foleys
Tristan Forever ist eine Reise zu einer Utopie weit hinter dem Horizont. Ein Film, der der Frage nachgeht, wohin die eigene Seele gehört, und dabei zwischen Dokumentarfilm, Fiktion und den Träumen seines Protagonisten oszilliert. Zum Sound Design: Wie klingt ein Traum? Diese Frage stand im Zentrum meiner Arbeit an diesem Film. Die Übergänge zwischen dokumentarischer Realität, Fiktion und Traumwelt eröffneten viel Raum für eine freie und experimentelle Tongestaltung.
BEDROOMS MAKE
NO SENSE
Regie: Franziska Meyer
Prod.: Brunner & Meyer
Form: Animationsfilm (kurz)
Aufgabenbereich:
Komplette Ton-Postproduktion
Geben Sie Ihr Ziel ein! An der Côte d'Azur weht mir die Meeresbrise durchs Haar. In den Schweizer Alpen zaubere ich beim Sonnenuntergang das Abendessen. Biegen Sie nach rechts ab. Nein, biegen Sie nach links ab. Bitte wenden Sie! Mit jedem vergangenen Tag auf der Straße wird aus außergewöhnlichen Erlebnissen eine mühsame Alltagsroutine. Gewitter ziehen auf, die Kälte kriecht in mein Auto und in meinen Alltag. Betonlandschaften ersetzen die idyllische Postkartenkulisse. Fahren Sie jetzt! Fahren Sie! Fahren Sie! Zum Sound Design: Die Vertonung des Toyotas spielte eine zentrale Rolle. Mir war wichtig, dass das Publikum die Reise nicht nur von aussen beobachtet, sondern akustisch mit der Protagonistin im Auto sitzt.
THE ROOTS OF
MADNESS
Regie: Edgar Hagen
Prod.: Vollbild Film
Form: Dokumentarfilm
Aufgabenbereich:
Sound Design inkl. Foleys
Warum sind so viele Menschen zur Flucht gezwungen? Der legendäre deutsche Fernsehreporter Ulrich Tilgner berichtete jahrzehntelang aus dem Nahen Osten – angetrieben von der Leidenschaft für die Menschen und der Hoffnung, einen positiven gesellschaftlichen Wandel miterleben zu können. Gemeinsam machen wir uns auf den Weg nach Afghanistan, in den Irak, nach Rojava in Syrien und in den Niger, um die Auswirkungen westlicher Kriege und Interventionen zu untersuchen – jene Mechanismen von Vertreibung und Flucht, die heute die westlichen Gesellschaften spalten. Zum Sound Design: Die grösste Herausforderung bestand darin, die Balance zwischen dokumentarischer Authentizität und dramaturgischer Verdichtung zu finden. Im Zentrum meiner Arbeit stand die Frage, wie weit sich die filmische Realität durch Klang gestalten lässt, ohne dabei die gelebte Realität der porträtierten Menschen aus den Augen zu verlieren.
MELODIE
Regie: Anka Schmid
Prod.: RECK Filmproduktion
Form: Dokumentarfilm
Aufgabenbereich:
Sound Design inkl. Foleys
Der Film veranschaulicht anhand vielfältiger Beispiele – von einer kurdischen Flüchtlingsfamilie bis hin zu einer Schweizerin beim Alpsegen sowie von Frühgeborenen bis zu demenzkranken Menschen –, wie das Singen das Wohlbefinden und das Vertrauen stärkt. Dieses gemeinsame Singen erfordert tiefes Zuhören und gegenseitige Einstimmung, was sich in den Stimmen von Nonnen in einem alten Kloster, in traditionellen Männerensembles, in Fussballstadien sowie bei den Protestgesängen von Frauenmärschen zeigt. Zum Sound Design: Ein Film ganz ohne komponierte Musik. Die Menschen selbst bringen durch ihren Gesang die musikalische Ebene in den Film. Für mich ist das immer eine wunderbare Gelegenheit: Wo keine Filmmusik eingesetzt wird, kann das Sound Design aus dem Vollen schöpfen und seine ganze erzählerische Kraft entfalten.
WOLVES
Regie: Jonas Ulrich
Prod.: Dynamic Frame
Form: Spielfilm
Aufgabenbereich:
Komplette Ton-Postproduktion
Luana, 23, sehnt sich danach, ihrem behüteten Leben zu entkommen. Als ihr Cousin Domi sie seiner Black-Metal-Band WLVS und deren rätselhaftem neuen Sänger Wiktor vorstellt, wird sie in den Bann gezogen und begleitet sie auf Tour. Auf dieser turbulenten Entdeckungsreise ist Luana hin- und hergerissen zwischen ihrem alten und dem neuen Leben, zwischen Wiktors unberechenbarem Verhalten und den wachsenden Spannungen innerhalb der Band. Zum Sound Design: Eine zentrale Herausforderung war der Kontrast zwischen der lauten, rauen Welt des Black Metal und den intimen, verletzlichen Momenten der Hauptfigur. Das Sound Design sollte zwischen diesen beiden Welten vermitteln und dabei immer wieder die subjektive Wahrnehmung von Luana in den Vordergrund rücken.
VRACHT
Regie: Max Carlo Kohal
Prod.: Dynamic Frame
Form: Dokumentarfilm
Aufgabenbereich:
Komplette Ton-Postproduktion
An Bord des Containerschiffs Panerai träumt der junge Seemann Rudmer davon, eines Tages selbst Kapitän zu werden. Der über einen Zeitraum von vier Jahren gedrehte Film bietet einen seltenen Einblick in das harte Leben an Bord eines Frachtschiffs auf dem Rhein und erzählt gleichzeitig eine intime Geschichte über das Heranwachsen inmitten von Europas Industriehäfen und Terminals. Zum Sound Design: Maschinen, Motoren, metallische Geräusche und Funkverkehr prägen die Klangwelt des Films. Diese industrielle Umgebung durfte im Sound Design durchaus überhöht werden. Besonders spannend fand ich den Kontrast zwischen der brutalen, monumentalen Welt der Frachtschiffe und den jungen Matrosen. Ein Gegensatz, der sich wunderbar über den Ton erzählen liess.
REISE DER
SCHATTEN
Regie: Yves Netzhammer
Prod.: freihändler Filmproduktion
Form: Animation in Spielfilmlänge
Aufgabenbereich:
Komplette Ton-Postproduktion
Eine scheinbar idyllische Liebesbegegnung entpuppt sich als der Beginn einer surrealen Odyssee einer non-binären Figur. Stück für Stück entfaltet sich ein dystopisches Universum, während die Figur erfährt, wer sie wirklich ist. Die Geschichte ist eine Reflektion darüber, was den Menschen in einem technologischen Zeitalter zum Menschen macht. Der erste Langfilm des Künstlers Yves Netzhammer wirft einen schonungslosen Blick auf die Gegenwart und die Zukunft und verwendet dabei eine einzigartige 3D-Animationstechnik. Zum Sound Design: Karge Landschaften, durchzogen von farbigen Pinselstrichen. Die surreale Bildwelt von Yves Netzhammer bot mir die Freiheit, wild mit Klängen und Assoziationen zu experimentieren. So konnte ich seine wunderbare und zugleich merkwürdige Welt akustisch verdichten und ihr eine eigene Klangrealität verleihen.
DAS LETZTE
KÖNIGREICH
Regie: Tobias Nölle
Prod.: Hugofilm
Form: Dokumentarfilm
Aufgabenbereich:
Sound Design inkl. Foleys
Ein Androide aus der Zukunft ist auf der Suche nach dem letzten König, um dessen Stimme aufzuzeichnen – den schönsten Klang, den das Universum je hörte. Es ist das Jahr 2021 und der König wird gleich singen. Ein Sci-Fi-Dokumentarfilm. Zum Sound Design: Die Herausforderung bestand darin, die karge dokumentarische Realität Deutschlands während der Energiekrise, ausgelöst durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine, mit der fantastischen Erzählung von Tobias Nölle zu verschmelzen. Die Science-Fiction-Elemente sollten sich dabei nahtlos in die reale Welt einfügen. Es galt, Maschinen zum Sprechen zu bringen, ohne dabei die Bodenhaftung zur Realität zu verlieren.
DÉJÀ NU
Regie: Rolf Hellat
Form: Experimentalfilm (Kurzfilm), 2023
Aufgabenbereich:
Komplette Audiopostproduktion
Ein audiovisuelles Gedicht über das Leben, den Tod, über Körper und Natur, über Einsamkeit und Verbundenheit. Dieses kollektive und persönliche Experiment ergründet assoziativ das Dasein. Zum Sound Design: Die natürliche Magie, die Rolf auf seiner Reise eingefangen hat, musste nicht übertrieben vertont werden. Jede Übertreibung fühlte sich falsch an.
BILDER DEINER
GROSSEN LIEBE
Regie: Marin Blülle
Form: Theater
Aufgabenbereich:
Sound Design
Die vierzehnjährige Isa ist aus der Welt gefallen. Und sie nutzt die erstbeste Gelegenheit, um aus der psychiatrischen Klinik zu fliehen. Barfuss macht sie sich auf eine Wanderschaft querfeldein durch die Natur und vorbei an Menschen, die wie sie Grund haben, selbst unentdeckt zu bleiben. Doch nicht immer ist klar: Was von den Geschichten, die sie erzählt, sind frei erfunden, und was ist wirklich erlebt? Wem und welchen Erinnerungen kann man im Leben vertrauen? Wann wird aus «normal» anders? Und wie steht es um die Liebe? Die Inszenierung des Aarauer Regisseurs und Schauspielers Marin Blülle basiert auf dem Roman «Bilder deiner grossen Liebe» von Wolfgang Herrndorf, der mit «Tschick» einen Weltbestseller schrieb. Auf der Bühne treffen eine Schauspielerin, ein Tänzer und zwei Musiker auf eine Mädchengruppe zwischen sieben und elf Jahren, die sich mit ungezähmter Neugier verausgaben. In der Wechselwirkung aus Theater und Tanz verkörpert das Ensemble Momente voller Zärtlichkeit, der rohen Kraft und des innigen Glücks. Zum Sound Design: Für dieses Theaterstück habe ich zahlreiche Klänge vorproduziert, die anschliessend in die Proben eingeflossen sind. Besonders spannend fand ich es, mitzuerleben, wie die Darstellenden und Musiker mit dem Material experimentierten, Ideen ausprobierten und wieder verwarfen. Dieser offene, lebendige Entstehungsprozess hatte eine ganz andere Dynamik als die Arbeit an einem Film. Für mich war es eine bereichernde Erfahrung, das Sound Design auf diese Weise in die Entwicklung einer Inszenierung einzubringen.
99 MOONS
Regie: Jan Gassmann
Prod.: Zodiac
Form: Spielfilm
Aufgabenbereich:
Supervision & Sound Design
Bigna, eine 28-jährige Wissenschaftlerin, ist es gewohnt, alles unter Kontrolle zu haben, doch ihr Sexualleben ist von Geheimnissen umgeben. Der 33-jährige Frank sucht nach einem Sinn im Drogenrausch und zehrt von der Zuneigung anderer Menschen. Zwei Gegensätze, die sich durch Zufall begegnen und in einer leidenschaftlichen Affäre besessen ineinander verstrickt werden. Zum Sound Design: Mein Ziel war es, die emotionale Intensität des Films durch den Ton zu verstärken. Die schönen wie auch die schrecklichen Momente dieser Liebesbeziehung sollten klanglich angereichert und verdichtet werden. Das Sound Design sollte die widersprüchlichen Gefühle der Figuren spürbar machen und ihre Beziehung in all ihren Extremen intensivieren.
BECOMING GIULIA
Regie: Laura Kaehr
Prod.: Point Prod
Form: Dokumentarfilm
Aufgabenbereich:
Sound Design
Nach einer Schwangerschaft und Babypause kehrt die Primaballerina Giulia Tonelli an das Opernhaus Zürich zurück. Sie kämpft um ihre neue Balance zwischen der anspruchsvollen Elite-Ballettkompanie und dem Familienleben. Der Film von 2019 bis 2021 zeigt intim den Weg einer Frau, die ihren Körper und ihre Bühnenpräsenz zurückerobert. Zum Sound Design: Mir war wichtig, Giulias inneren Kampf für das Publikum spürbar zu machen. Eine wichtige Referenz war dabei der Film Black Swan. Besonders die stressvollen Momente sollten durch das Sound Design überhöht werden und eine dunkle, beklemmende Intensität entwickeln. So konnte der Ton Giulias psychische und körperliche Belastung unmittelbar erfahrbar machen.
SOUL OF A BEAST
Regie: Lorenz Merz
Prod.: Hesse Film
Form: Spielfilm
Aufgabenbereich:
Supervision & Sound Design
In einem rauschhaften Sommersurren verliebt sich der jugendliche Vater Gabriel in die rätselhafte Corey – die Freundin seines besten Freundes Joel. Tief verletzt von ihren undurchschaubaren Absichten, enthüllt Joel die Wahrheit über Gabriels verstrickte Vergangenheit: Da ist nicht nur ein Kind. Überwältigt von der Entscheidung seines Lebens wird Gabriel in die unbarmherzige Wildnis seines eigenen Herzens katapultiert, in der die Fantasie realer ist als die Wirklichkeit. Zum Sound Design: Die rauschhafte, intensive Erzählweise des Films bot viel Raum für eine expressive Tongestaltung. Mir ging es darum, Gabriels subjektive Wahrnehmung zu verstärken und die Grenzen zwischen Realität und Fantasie klanglich aufzulösen. Das Sound Design sollte die Zuschauer tief in seine emotionale Welt hineinziehen und die Wirklichkeit immer wieder ins Surreale kippen lassen.
DAS SPIEL
Regie: Roman Hodel
Prod.: Ensemble Film
Form: Dokumentarfilm (kurz)
Aufgabenbereich:
Supervision & Sound Design
Ein Pfiff. Auf den Zuschauerrängen wird es laut. Die Spieler protestieren aufgebracht. Die Kommentatoren verfolgen energisch das Geschehen auf dem Feld. Mitten drin, der Schiedsrichter. Das ganze Stadion schaut auf ihn. Jetzt muss er entscheiden. Mit dem Schiedsrichter Fedayi San erleben wir die Höhen und Tiefen eines Spiels und erfahren, was es bedeutet, sich auf dem Feld Respekt zu verschaffen und die Energie eines ganzen Stadions zu dirigieren. Zum Sound Design: Obwohl das Bild während der Spielszenen meist auf den Schiedsrichter konzentriert ist, sollte der Druck des gesamten Stadions stets spürbar bleiben. Die Fans, die Spieler, die Hilfsschiedsrichter und sein Vater – all diese Einflüsse wirken auf ihn ein. Durch das Sound Design wollte ich diese Kräfte verstärken und die Energie des Stadions sowie den wechselnden Gemütszustand des Schiedsrichters für das Publikum unmittelbar erfahrbar machen.
HAND IN HAND
Regie: Ennio Ruschetti
Prod.: ZHdK
Form: Spielfilm (kurz)
Aufgabenbereich:
Sound Design
Nur ein formeller Händedruck trennt zwei Politiker von einem besiegelten Vertrag. Doch während beide hartnäckig versuchen, die Oberhand in dieser Geste zu gewinnen, entwickelt ihre Kompromisslosigkeit ein mörderisches Eigenleben. Zum Sound Design: Ein Horror-Kurzfilm, dessen Vertonung mir unglaublich viel Freude bereitet hat. Von den klassischen Genre-Momenten – der monströsen Verwandlung und dem stetigen Spannungsaufbau bis zum Klimax – bis hin zu den feinen, ironischen Zwischentönen bot der Film viel Raum zum Experimentieren. Hier konnte ich mich mit den Möglichkeiten des Sound Designs richtig austoben.
DAS LEBEN IST
EINES DER LEICHTESTEN
Regie: Marion Nyffenegger
Form: Animation (kurz)
Aufgabenbereich:
Sound Design
Fünf in der Schweiz lebende Menschen sprechen über ihre Kindheit. Sicherheit und Entwurzelung sind wichtige Themen. Eine Collage von Stimmen erzählt die Geschichte von den Wurzeln und Ursprüngen von Menschen verschiedener Kulturen und Altersgruppen. Ein kurzer Überblick über die Lebendigkeit und Vielfalt mehrerer Leben. Zum Sound Design: Die Verbindung aus Stimmen und Kohlezeichnungen erzeugte eine ganz besondere Stimmung. Mit assoziativen Klängen wollte ich diese Atmosphäre aufgreifen und weiter verdichten. Dabei ging es mir weniger darum, das Gezeigte akustisch abzubilden, sondern vielmehr darum, die Bilder und Erzählungen durch klangliche Assoziationen zu erweitern.






































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